Die Straßen von Aschach - Einführung
By admin • Jul 25th, 2007 • Category: Chronik 
Quelle: Aschach-Zeitung 2/2007
Wollte man früher in den meist kleinen Ortschaften, wo fast jeder den anderen kannte, nach einem Hausbesitzer fragen, wurden die Nachbarsnamen oder die Hauszeichen angegeben. Erst ab der Zeit Maria Theresias, besonders aber unter ihrem Sohn Kaiser Josef II., der 1784 zur Erfassung des Steuereinkommens die Katastralgemeinden schuf, erhielt Aschach 1787 eine Hausnummerierung, die beim Schloss begann und am Schopperplatz endete.
181 Häuser zählte man zu dieser Zeit. (Heute gibt es 593). Diese Nummerierung wurde im alten Grundbuch zwischen 1791 und 1794 übernommen und im Wesentlichen auch im neuen Grundbuch 1883 verwendet. Zusätzlich wurden aber die damals üblichen Straßenbezeichnungen verwendet. Zum Beispiel verlief die damals so bezeichnete Hauptstraße vom Kirchenplatz bis zur Reitingerstraße, von dort bis zur Strombauleitung die so genannte Donaustraße.
Da die fortlaufende Häusernummerierung bei neu gebauten Häusern beibehalten wurde, konnte es schon vorkommen, dass eine hohe Nummer gleich neben einem Haus mit einer niedrigen stand, was unweigerlich zu Ärgernissen führte. Um diese in Zukunft zu vermeiden, entschloss sich der Gemeinderat Anfang der Siebzigerjahre, eine neue Hausnummerierung einzuführen, die 1974/75 erfolgte. Dabei wurden die jeweiligen Straßenbezeichnungen übernommen, gleichzeitig aber gesondert durchnummeriert.
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